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Workshop mit Menschen mit Behinderung

Matthias Krebs | 25. Juni 2013

Zusammen musizieren auf dem iPad: Appmusik-Workshop unter der Leitung von Matthias Krebs. 

Am 21. und 23. Juni 2013 konnten Neugierige (insbesondere Menschen mit Behinderung) im Rahmen eines zweitägigen Workshop-Angebots der Villa Donnersmarck selbst ausprobieren, wie mit mobilen Alltagsgeräten wie Smartphones und Tablets musiziert werden kann. 

Im Folgenden will ich kurz ein paar Einblicke in das Geschehen geben:

Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit Handicaps das Musikmachen mit Musik-Apps  insgesamt sehr gut gelingt. Auch wenn die Voraussetzungen hinsichtlich auf Erfahrungen im Umgang mit einem traditionellen Instrument (oder gar Notenkenntnissen) der sechs Teilnehmenden sehr verschieden waren, gelang es relativ schnell gemeinsam zu musizieren. So zeigten sich die Teilnehmer sichtlich stolz darüber, welche Musik sie in kurzer Zeit mit Musik-Apps erreichten. Das Video gibt ein Bild vom zweiten Veranstaltungstag:

Im Workshop wurde ausgiebig impovisiert und auch drei Musikstücke erarbeitet und gemeinsam musiziert: Baby One More Time, Ostinato für 8 iPods (Video, Noten) und Ain’t no Sunshine. Außerdem gab es ausgiebig Zeit zum selbständigen Erkunden von Apps.

Folgende Musik-Apps wurden im Workshop intensiver genutzt:

  • Rockmate (iOS, iPad)
  • Guitarism (iOS, iPhone/iPad)
  • Drums XD (iOS, iPad)
  • Chordbot (Android, Nexus7)
  • ThumbJam (iOS, iPhone/iPad)
  • Geo Synth (iOS, iPhone/iPad)
  • Garageband for iPad
  • SoundPrism Pro (iOS, iPhone/iPad)
  • iJ Bass HD (iOS, iPad)
  • Bassist (iOS, iPhone)

Von Vorteil ist, dass viele Apps erlauben, die Spieloberfläche an den Nutzer anzupassen (z.B. Drums XD, ThumbJam und iJ Bass). Die übersichtliche Bedienung der gewählten Musik-Apps verhilft dazu, dass wir stets schnell zum Musikmachen gekommen sind: Die Teilnehmenden haben sich ein Instrument gewählt, sich mit der Spieloberfläche vertraut gemacht und dann mit dem Einüben der Melodie, Akkorde, Rhythmen und Bassläufe beschäftigt. Darüber hinaus bietet es sich an, Stative (z.B. von K&M) zu nutzen, um die Digitalgeräte in eine günstige Position für das Spiel zu bringen.

Appmusik_FDST_Matthias_Krebs03

Hier sind einige Fotos und Artikel zu finden, die weitere Einblicke liefern:

Matthias Krebs ist Appmusiker, Diplom-Musik- und Medienpädagoge und wissenschaftlich tätig. Matthias Krebs ist Gründer und Leiter des Smartphone-Orchesters DigiEnsemble Berlin und beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion mit der Aneignung digitaler Musikinstrumente. Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen: Digitale Medien in Lehre und Forschung, Kommunikation im Social Web, Netzkunst, digitale Musikinstrumente und Musiker-Selbstvermarktung. Er arbeitet und wirkt an der Universität der Künste Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter, ist als Lehrbeauftragter an mehreren deutschen Musikhochschulen tätig und leitet regelmäßig Workshops. Mehr: www.matthiaskrebs.de


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